Die KARDIO-Studie – Linksherzkatheter bei Brustschmerzen und KHK

 

In Deutschland existieren große regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Herzkatheter-Untersuchungen. Inwiefern diese Unterschiede auf ungleiche Morbiditätsstrukturen zurückzuführen sind oder auf Unterschiede in der Versorgung und den Behandlungsroutinen soll in der KARDIO-Studie untersucht werden.

 

Regionale Variation und Einflussfaktoren

In zwei Teilprojekten werden anhand von Routinedaten mehrerer Krankenkassen die Häufigkeit von Linksherzkatheter-Untersuchungen analysiert und basierend auf diesen Ergebnissen Patienten und Ärzte in Hoch- und Niedrigversorger-Regionen befragt, um mögliche Einflussfaktoren zu identifizieren.

 

Entwicklung von Behandlungspfaden

In einem weiteren Teilprojekt entwickeln Ärzte/Ärztinnen in vier ausgewählten Regionen Behandlungspfade für Patienten mit Symptomen, die für eine KHK sprechen (z.B. Brustschmerz). Ziel des Projektes ist es, die Versorgung von diesen Patienten zu verbessern. Eine Besonderheit ist, dass die beteiligten Akteure (Hausärzte, Kardiologen, Vertreter aus Krankenhäusern) selbst aktiv die regionale Versorgung und intersektorale Zusammenarbeit gestalten. Die Abteilung für Allgemeinmedizin der Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Studiendurchführung in der Region Herne.

 

Hausarztpraxen, Kardiologen und Notfallambulanzen aus der Region Herne, die sich am Projekt beteiligen möchten, sind sehr willkommen und können sich für weitere Informationen melden:

Studien-Hotline: 0234 / 32 27858 oder E-Mail: Sarah.Schmitting@rub.de

   

Kooperationspartner und Förderung

Die Studie ist ein großes dreijähriges Verbundprojekt und wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert. Die Konsortialführung hat die Abteilung für Allgemeinmedizin, Rehabilitative und Präventive Medizin der Philipps-Universität Marburg (Prof. Norbert Donner-Banzhoff) inne. Kooperationspartner sind 

1) Universitäten

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin (Institut für Allgemeinmedizin)
  • Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (Abteilung für Allgemeinmedizin)
  • Universitätsmedizin Göttingen (Institut für Allgemeinmedizin)
  • Universitätsklinikum Würzburg (Institut für Allgemeinmedizin)
  • Philipps-Universität Marburg (Abteilung für Allgemeinmedizin, Rehabilitative und Präventive Medizin)
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung)
  • Ludwig-Maximilians-Universität München (Fachbereich Health Service Management)
  • Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften) 

2) Institute und Organisationen im Gesundheitswesen

  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
  • Stiftung Institut für Herzinfarktforschung
  • Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin
  • AWMF-Institut für Medizinisches Wissensmanagement

3) Krankenkassen

  • AOK-Bundesverband, Wissenschaftliches Institut der AOK (Wido)
  • BARMER
  • Techniker Krankenkasse